Nachdem ich vor einiger Zeit meine Erfahrungen mit den beiden 100er Makros geschildert habe, möchte ich heute dies auch mit dem EFS 2,8/60mm Makro tätigen. Die Bilder dazu habe ich auch schon vor einiger Zeit mit der Canon EOS 7D auf einer Wiese mit einheimischen Orchideen bei Hildesheim gemacht. Das Objekt der Begierde war eine Bocksriemenzunge, eine Zierde der einheimischen Flora, siehe Abb. 1. Doch nun zu unserem Objektiv.
Mit einem Gewicht von 335 Gramm und den Ausmaßen von knapp 7 cm Länge und einem Durchmesser von ebenfalls 7 cm spielt es zumindest in der Gewichtsklasse zu meinem Lieblingsmakro dem Sigma EX 3,5/180 DG HSM, mit knapp einem Kilo, in einer anderen Liga. Auch die beiden 100ter Makros von Canon wiegen rund das doppelte. Also bei Flugreisen oder langen Strecken zu Fuß schon mal ein klarer Pluspunkt.
Die Brennweite von 60 mm ( Kleinbildäquivalent ca 96 mm ) erfordert ein nahes herangehen an das betreffende Objekt, das bei einem Abbildungsmaßstab von 1:1 bei rund 20 cm liegt. Das ist bei scheuen Kleintieren und Insekten schon zu nah, weil sie dann ihr Heil in der Flucht suchen, dafür also weniger empfelenswert. Für Objekte die nicht gleich die Flucht antreten, ist es dafür aber mehr als gut geeignet, was ich auch wieder an einigen Bildern zeigen möchte. Das Objektiv zeichnet scharf und detailreich und ließ sich selbst auch bei extremen Gegenlicht nicht zu Farbsäumen oder Verschleierungen hinreißen. Dies kann mann zum Bsp. sehr schön in der Abb.3 und Abb.4 sehen.
Doch auch bei Landschafts -oder Portraitaufnahmen macht es eine gute Figur. Also mein derzeitiges Fazit ist durchaus positiv und beim derzeitigen Preis ( ca.350 € ) ist der Einstieg in die interessante Welt der Makrofotografie, zumindest an Canon -APS-SLRs ohne große Schwierigkeiten zu bewerkstelligen.